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In den letzten Jahren hat sich die Zahlungslandschaft in Deutschland massiv verändert. Besonders Buy Now, Pay Later (BNPL), also „Jetzt kaufen, später zahlen“, ist zu einem der am schnellsten wachsenden Zahlungsmodelle geworden. Anbieter wie Klarna, PayPal, Ratepay oder Scalapay sind längst im Alltag angekommen.

Doch seit 2024 gibt es einen neuen Trend: Kreditkarten integrieren BNPL direkt in ihre Produkte.
Das bedeutet:

Sie zahlen mit Ihrer normalen Kreditkarte

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und entscheiden danach, ob Sie

sofort bezahlen,

in Raten zahlen oder

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die Belastung verschieben möchten

Diese Entwicklung macht Kreditkarten flexibler – aber auch riskanter.

Warum dieser Trend so stark wächst:

Verbraucher wollen mehr Flexibilität

Händler profitieren von höheren Warenkorbwerten

Banken suchen nach neuen Einnahmequellen

Smartphone-Nutzer bevorzugen schnelle Zahlungslösungen

Die Integration in Kreditkarten-Apps ist technisch einfacher geworden

2025 ist BNPL nicht mehr nur eine Alternative zu Kreditkarten – es verschmilzt mit ihnen.

Wie BNPL mit Kreditkarten genau funktioniert

BNPL per Kreditkarte unterscheidet sich von traditioneller Teilzahlung. Während Sie früher bereits beim Kauf Raten festlegen mussten, funktioniert das neue Modell anders:

1. Sie zahlen ganz normal mit der Kreditkarte

Im Laden oder online – wie immer.

2. Die Transaktion erscheint in der App

Sofort nach der Zahlung wird sie angezeigt, oft mit einem BNPL-Symbol.

3. Sie wählen aus drei neuen Optionen

Die meisten modernen Kreditkarten bieten:

„Zahlung aufschieben“ (1 Monat, 2 Monate, 3 Monate)

„Flexible Ratenzahlung“ (häufig 3, 6, 12 Monate)

„Fixe Teilzahlungen“ (z. B. 50 € pro Monat)

4. Die Bank berechnet dafür Gebühren

Je nach Modell entstehen:

Zinsen

fixe Gebühren

prozentuale Zuschläge

Bearbeitungsgebühren

Alles hängt vom Anbieter ab.

Diese nachträgliche Entscheidung macht BNPL so attraktiv – aber gleichzeitig tückisch.

Welche Kreditkarten in Deutschland BNPL 2025 unterstützen

Der Trend ist so neu, dass viele Verbraucher noch gar nicht wissen, dass ihre Karte diese Funktion hat. Besonders aktiv sind:

1. Digitale Banken (FinTechs)

N26

Revolut

Vivid Money

Tomorrow (je nach Modell)

Sie integrieren BNPL direkt in die App.

2. Klassische Banken

Einige Sparkassen, Volksbanken und Großbanken testen BNPL-Funktionen, oft unter Namen wie:

„Ratenzahlung Plus“

„Teilzahlung Flex“

„BudgetAssist“

„Später zahlen“

3. Kreditkartenanbieter

Visa und Mastercard unterstützen das Modell technisch – Banken entscheiden über die Umsetzung.

Warum BNPL so beliebt ist

BNPL trifft den Nerv der Zeit. Die Gründe:

1. Sofortige finanzielle Flexibilität

Gerade bei größeren Ausgaben wie:

Elektronik

Möbel

Reisen

Mode

Haushaltsgeräte

können Verbraucher Zahlungen strecken, ohne einen klassischen Kredit aufzunehmen.

2. Kein komplizierter Kreditantrag

BNPL wirkt „harmloser“, obwohl es ein Kredit ist.

3. Transparente Monatsraten

Viele Nutzer bevorzugen fixe Beträge statt einer hohen Monatsabrechnung.

4. Bequem per App steuerbar

Alles geschieht:

ohne Papierkram

ohne Telefonat

ohne Bürokratie

5. Psychologischer Vorteil

Kleine Raten wirken weniger belastend, auch wenn sie insgesamt teurer sind.

Die größten Risiken von BNPL per Kreditkarte

So attraktiv BNPL ist – es hat auch ernsthafte Nachteile, die viele unterschätzen.

1. Schuldenfalle durch geringe Einstiegshürden

BNPL fühlt sich nicht wie ein Kredit an.
Doch in Wirklichkeit ist es einer.

Gefährlich wird es, wenn:

mehrere Raten gleichzeitig laufen

impulsive Käufe zunehmen

Konsumverhalten außer Kontrolle gerät

Ein Beispiel:

50 € monatlich für Elektronik

30 € für Kleidung

20 € für Haushaltsartikel

40 € für eine Reise

→ klingt harmlos, sind aber 140 € monatlich extra.

2. Versteckte Zinsen und Gebühren

Viele Anbieter werben mit „0 % Zinsen“, aber:

nur für neue Kunden

nur für bestimmte Händler

nur für kleine Beträge

nur für eine begrenzte Zeit

Danach steigen die Kosten.

Häufige Gebührenmodelle:

1–4 % pro Monat

6–15 € fixe Gebühr pro Ratenplan

höhere Zinsen ab dem 2. Ratenmonat

3. Negative Schufa-Einträge

Was viele nicht wissen:
BNPL ist ein Kredit – und kann Schufa-relevant sein.

Probleme entstehen bei:

verspäteten Zahlungen

Rücklastschriften

ständigen BNPL-Transaktionen

4. Unklare Übersicht bei mehreren BNPL-Raten

Gleichzeitig laufende BNPL-Pläne führen leicht zu Chaos:

Wann beginnt welche Rate?

Wann endet sie?

Welche Zinsen gelten?

Eine schlechte Übersicht führt schnell zu Fehlentscheidungen.

5. Händler nutzen BNPL zur Umsatzsteigerung

Psychologisch ist bewiesen:
BNPL sorgt für größere Warenkörbe.
Ein Risiko für Verbraucher mit Haushaltsbudget.

Wie sich die Gebührenmodelle bei BNPL unterscheiden

BNPL ist nicht gleich BNPL. Verschiedene Kostenmodelle machen Vergleiche schwierig.

1. Modell A: Fixe Monatsgebühr

Beispiel: 5 € pro Monat
Vorteil: vorhersehbar
Nachteil: teuer bei kleinen Beträgen

2. Modell B: Prozentuale Zinsen

Zwischen 8 % und 18 % pro Jahr.

3. Modell C: Einmalige Aktivierungsgebühr

Häufig 3–10 € pro Ratenplan.

4. Modell D: Kombinationsmodelle

Sehr verbreitet, aber intransparent.

5. Modell E: 0 %-Finanzierung (mit Fallstricken)

Klingt perfekt – ist aber oft:

zeitlich begrenzt

nur für bestimmte Händler

von versteckten Gebühren begleitet

Wann BNPL per Kreditkarte sinnvoll ist

Trotz aller Risiken hat BNPL legitime Vorteile – wenn es verantwortungsvoll genutzt wird.

1. Für große, wichtige Anschaffungen

Beispiel:

Waschmaschine

Laptop

Autoreparatur

Wenn das Geld knapp ist, kann BNPL sinnvoll sein.

2. Bei echten 0 %-Angeboten

Wenn transparent und ohne Zusatzkosten – ideal.

3. Wenn das Budget gut geplant ist

Sie wissen genau:

wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht

wie lange die Raten laufen

ob zusätzliche Kosten entstehen

4. Wenn die Karte eine gute Übersicht bietet

Apps, die klar Raten und Laufzeiten anzeigen, reduzieren Risiken.

Wann BNPL gefährlich ist

BNPL sollte nicht genutzt werden:

1. Für spontane oder unnötige Käufe

Impulskäufe führen oft zu langfristigen Schulden.

2. Wenn bereits andere Kredite laufen

Mehrere Finanzierungen erhöhen das Risiko von Zahlungsausfällen.

3. Bei unklaren Gebühren

Wenn die Kosten nicht sofort erkennbar sind – lieber Finger weg.

4. Wenn Sie regelmäßig am Monatsende knapp sind

BNPL verschiebt das Problem nur nach hinten.

Wie Verbraucher BNPL sicher nutzen können

1. Maximal 1–2 BNPL-Pläne gleichzeitig

Mehr führt zu Kontrollverlust.

2. Budget fix einplanen

Raten gelten wie Mietkosten – einzeln und dauerhaft berücksichtigen.

3. Nur Angebote mit transparenter Preisstruktur wählen

Downloads der Preisliste prüfen.

4. Keine Raten über mehr als 6 Monate

Lange Laufzeiten erhöhen das Risiko.

5. In der App automatische Erinnerungen aktivieren

Zahlungsfristen niemals verpassen.

6. Niemals BNPL für Abos nutzen

Abonnements in Raten zu zahlen führt extrem schnell zu Schulden.

Die Zukunft: Wie BNPL und Kreditkarten weiter verschmelzen

BNPL steckt noch in der Wachstumsphase. Experten erwarten:

1. Vollautomatische BNPL-Vorschläge per KI

Die Karte schlägt passende Raten vor – basierend auf Ihrem Verhalten.

2. Abos mit integriertem BNPL

Streaming, Fitness, Mobilfunk – alles kann in Ratenmodelle integriert werden.

3. Dynamische Zinsen je nach Risiko

Niedrige Zinsen für Nutzer mit guter Zahlungsmoral.

4. Digitale Haushaltsassistenten

Apps analysieren, ob Sie sich eine BNPL-Rate leisten können – bevor Sie sie aktivieren.

Fazit: BNPL per Kreditkarte ist praktisch – aber riskant, wenn man es falsch nutzt

BNPL per Kreditkarte ist einer der größten Trends in Deutschland.
Er bietet Flexibilität, Komfort und schnelle Lösungen – aber auch Schuldenfallen und versteckte Kosten.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

BNPL ist ein Kredit, kein Spielzeug

Transparenz fehlt oft

Mehrere Raten gleichzeitig sind gefährlich

Gebühren können hoch sein

Wer gut plant, kann profitieren

Mit Bewusstsein und klarem Budget ist BNPL ein hilfreiches Werkzeug. Ohne Kontrolle kann es dagegen schnell teuer werden.

 

 

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